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Bei der Übermittlung eines Steuerbescheids mittels einfachen Postbriefs ins Ausland gilt der Bescheid einen Monat nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Es ist nicht erforderlich, dass der Empfänger den Bescheid persönlich in Empfang nimmt. Vielmehr reicht es aus, wenn der Brief beim Empfänger so ankommt, dass er das Schriftstück unter Ausschluss unbefugter Dritter zur Kenntnis nehmen kann. Der Einwurf in den empfängereigenen Briefkasten genügt den förmlichen Voraussetzungen.

Die Grundsätze gelten nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs auch, wenn der im Ausland ansässige im Geschäftsleben stehende Briefempfänger seinen Wohnsitz für eine längere Zeit nicht aufsucht. Ihn trifft eine gesteigerte Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass ihn fristgebundene Postsendungen rechtzeitig erreichen.