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Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat entschieden, dass der Geschmack eines Lebensmittels kein Werk darstellt und daher keinen Urheberrechtsschutz genießen kann.

Der Hersteller eines Frischkäses hatte gegen ein Konkurrenzprodukt wegen des vermeintlich übereinstimmenden Geschmacks geklagt. Der EuGH verneinte den urheberrechtlichen Schutz, weil der Geschmack eines Lebensmittels nicht hinreichend genau und objektiv bestimmt werden kann.

Anders als andere urheberrechtlich geschützte Kunstwerke ist der Geschmack zu subjektiv. Er hängt u. a. von Alter, Ernährungsvorlieben sowie von der Umwelt oder der Situation ab, in dem das Produkt verkostet wird. Zudem ist beim gegenwärtigen Stand der Wissenschaft eine genaue und objektive Identifizierung des Geschmacks eines Lebensmittels, die es erlaubt, ihn vom Geschmack anderer gleichartiger Erzeugnisse zu unterscheiden, mit technischen Mitteln nicht möglich.