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Ein Schadensregulierer im Außendienst, der nicht weisungsgebunden ist, Zeit, Ort und Umfang seiner Tätigkeit selbst bestimmen kann und eigenes Personal beschäftigt, übt eine selbstständige Tätigkeit aus, die nicht sozialversicherungspflichtig ist.

In einem vom Sozialgericht Stuttgart entschiedenen Fall überwogen bei Gesamtwürdigung der Umstände die Merkmale einer selbstständigen und sozialversicherungsfreien Tätigkeit. Der Schadensregulierer unterhielt eine eigene Betriebsorganisation mit eigenen Mitarbeitern, einem Büro, Arbeitsmaterialien und einem eigenen Fahrzeug. Aufträge konnten ihm nicht „zugewiesen“ werden und er war nicht zu einem festen Auftragsvolumen oder zur Vertretung anderer Regulierer verpflichtet. Nach Auffassung des Gerichts ließ die Nutzung eines vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten branchenüblichen Auftragsvermittlungsportals nicht den Schluss zu, dass der Regulierer in dessen Betrieb eingegliedert war.